Geboren wurde ich im Sommer 1968 im rheinischen Linnich. Viele H-Milch-Trinker kennen Linnich als Produktionsstätte der verschließbaren Einwegtüten.
Ich wuchs auf in einem beschaulichen Dörfchen mit Namen Brachelen bei Aachen. Mittlerweile hat es mich nach Köln verschlagen, aber der Reihe nach.
Von 1978 bis 1982 erhielt ich Klavierunterricht – Schwerpunkt Tonleitern, Kinderlieder und Operettenmelodien. Eine aufregende Zeit, insbesondere für meinen 72-jährigen Klavierlehrer.
1979 absolvierte ich den Fahrradführerschein. Eine Aktion der Verkehrswacht in meiner Grundschule. Trotz Übersehen eines Stoppschilds und Linksabbiegen ohne Handzeichen ließ man mich bestehen.
1980 trat ich dem örtlichen Judoverein bei und erwarb nicht viel später, zu meiner eigenen großen Überraschung, den gelben Gürtel. Zwei Monate danach brach ich mir bei einem fehlerhaft ausgeführten Judo-Purzelbaum das Schlüsselbein. Eine wirklich schmerzhafte Erfahrung und das vorzeitige Ende meiner Karriere als asiatische Kampfmaschine.
Nun folgten die 80er-Jahre und meine atemberaubende Pubertät im Landkreis Heinsberg. Quasi von einem Tag auf den anderen war nicht mehr die Lego-Raumstation die größte Attraktion aller Zeiten, sondern Ute Fischer aus der Parallelklasse. Ich durfte allerdings weder rauchen noch Mofa fahren, so dass an ein verträumtes Rendezvous mit Ute in der örtlichen Frittenbude nicht zu denken war.
Immerhin besaß ich eine glänzende schwarze Kunstlederjacke der Marke „Palomino“, die entfernt an die Oberbekleidung von Bono von U2 erinnerte. Um dieses für damalige Verhältnisse mehr als extravagante Bekleidungsstück zu erwerben, musste ich alleine nach Mönchengladbach zu C & A fahren. Damals eine beschwerliche Tagesreise mit dem öffentlichen Nahverkehr.
Schließlich wurde ich Student und zwar Jurastudent, weil ich gerne Anwalt werden wollte. So beschäftigte ich mich nun also fleißig mit der Rechtsverdreherei. Nach dem zweiten Staatsexamen arbeitete ich eine Weile angestellt in einem Anwaltsbüro. Dann aber fiel die Entscheidung, einen Beruf ausüben zu wollen, der noch mehr mit Live-Entertainment zu tun hat, nämlich Kabarettist bzw. Comedian. Und zwar beim Rurtal Trio.
Dieses Gespann hatten mein alter Kumpel Mahoni und ich Anfang der 1990er aus der Taufe gehoben, um uns auf den Pfarrheimbühnen im Heinsberger Land einen Namen zu machen. Auch unser etwas verwegenes Frühwerk kam bereits wirklich gut an. So blieben wir am Ball und spielten ab 1993 erste Abendprogramme und überregionale Auftritte. 1996 spezialisierten wir uns auf das Thema Provinz und entwickelten im Folgenden unser eigenes kleines Genre: Die abendfüllende Dorf-Soap mit mindestens acht Dorfbewohner-Rollen und 16 Kostümwechseln.
Ab 2000 wurde das Hobby zum Beruf. Mit Programmen wie „Löschen, Retten, Keller leerpumpen“ oder „Omma Hastenrath antwortet nicht“ sind wir seitdem erfolgreich auf Deutschlands Kabarettbühnen unterwegs.
Neben der Arbeit beim Rurtal Trio betätige ich mich auch noch als freier Autor. So habe ich z.B. für verschiedene Comedy-Formate bei RTL, für die Harald Schmidt Show bei Sat 1 oder für WDR EinsLive geschrieben.
2005 begann ich zudem noch solistische Texte zu schreiben, mit denen ich bei Lesungen und Poetry Slams auftrat. Mit dem Kölner Autor Armin Bings gründete und moderierte ich die monatliche Leseshow „Schöner Lesen -Texte, Torten, Heißgetränke“ im Kölner Szenecafé „Café Franck“.
Dem Ausflug in die Leseszene folgte im Jahre 2008 die Premiere des aktuellen Stücks „Omma, Prinz Charles und ich“. Ein Comedyprogramm zum Thema „die liebe Familie.“